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Bringe Deine Gefühle
in Bewegung!
Autor: Marie T. Russell
Übersetzung: Susanna
Naldöken
Du kannst sie nicht sehen! Du
kannst sie nicht berühren! Du kannst sie aber sicherlich fühlen! Außer
natürlich, wenn Du sie unter vielen "Schutzschichten" begraben hast. Ob
diese Schutzschichten nun physisch sind und sich in zusätzlichen Fett-Schichten
manifestieren, oder ob sie emotionaler Natur sind und Dich wie uneinnehmbare
Mauern umgeben, sie verkünden jedenfalls den Menschen um Dich herum: "Kommt
mir ja nicht zu nahe!"
Viele von uns halten ungelebte
Gefühle zurück und lagern sie in ihrem Inneren. Zu welchem Zweck?
Unglücklicherweise bewirkt dieses Unterdrücken genau das Gegenteil. Indem wir
uns davon abhalten, unsere "Gefühle zu fühlen", versuchen wir
normalerweise, uns vor Verletzungen zu bewahren. Es ist jedoch eben dieser
Widerstand, der den eigentlichen Schmerz bereitet.
Ungefühlte und unausgedrückte
Emotionen können in vielerlei Gestalt auftreten. Es kann sein, dass Du Dich
irgendwie "unbequem" fühlst, so als ob etwas falsch läuft, Du aber
nicht genau weißt, was es eigentlich ist. Manchmal ist es sogar schwierig,
festzustellen, was genau die Ursache dieses Unwohlseins ist. Vielleicht ist es
eine Unzufriedenheit mit sich selbst, mit seinem Leben, mit den anderen rund um
Dich herum. Manchmal ist es ein Gefühl des Ärgers oder der Enttäuschung, das
aber keinen bestimmten Grund zu haben scheint. Wenn Du jedoch innehältst und
Dich selbst nach diesem Grund befragst, wird die Wahrheit an die Oberfläche
kommen. Es gibt immer eine Ursache für unsere Gefühle – wir haben sie nur so
oft vor uns selbst und vor den anderen versteckt.
Die erste Frage, die wir uns
selbst stellen sollten, ist also: "Was fühle ich?" Die typische
Verdrängungs-Antwort lautet: "Ich weiß es nicht". Lasse dieses
Hindernis einfach hinter Dir, indem Du Dich weiterfragst: "Welche Gefühle
drücke ich nicht aus?" Wenn Du auch damit kein Glück hast, frage Dich
weiter: "Wenn ich wüsste, was ich fühle, wie würde ich es benennen?"
Was ist Deine Antwort? Ah! Ha! Gewöhnlich bringt das irgendeine Art von Antwort
an die Oberfläche... Ist es Traurigkeit, Ärger, Furcht? Welche Antwort
bekommst Du auf diese Frage? Möglicherweise ist es mehr als eine... Du hast
vielleicht viele Schichten auf vielen Gefühlsebenen aufgebaut die sich nun mit
Deinem momentanen Gemütszustand oder mit der Stellung Deines Mondes vereinigen.
Sobald erst einmal die
zurückgestauten und unterdrückten Emotionen aufgedeckt sind, sieh sie Dir
genauer an. Du brauchst sie weder zu analysieren noch zu kritisieren. Verurteile
und beschuldige Dich auch nicht. Sage Dir nicht, dass Du so nicht fühlen "solltest".
Betrachte Sie nur und sage ihnen (den Gefühlen), dass es richtig ist, so zu
fühlen. Erlaube Dir dann, Deinen Ärger zuzulassen. Deine Traurigkeit, Deine
Angst. Fühle es wirklich! Los, weine oder verhaue Dein Kopfkissen... was auch
immer Du tun möchtest (verletze nur niemanden).
Die unterdrückten Emotionen
müssen aus Dir herauskommen, nur dann werden sie aufhören, Dein Leben zu
vergiften. Hier ein Beispiel dafür, wie sie Dich noch immer beeinflussen:
Stelle Dir vor, dass Du gegen irgend etwas allergisch bist. Wirf jetzt das „etwas"
unter Dein Bett, sodass Du es nicht mehr sehen kannst. Na, hilft das? Natürlich
nicht – Du wirst noch immer allergisch dagegen sein. Auch wenn Du dieses "etwas"
nicht mehr sehen kannst, wird es Deine Allergie noch immer in Schwung halten.
Dasselbe geschieht mit den unterdrückten Gefühlen. Bloß weil Du sie "unter
das Bett" gestopft hast, heißt das nicht, dass sie Dich nicht mehr
beeinflussen. Genau das tun sie aber! Die Lösung Deiner Probleme ist aber auch
dann auffindbar, wenn Du die Ursache versteckt, begraben oder verdrängt hast.
Hast Du Dich jedoch erst einmal
entschieden, Dich selbst zu heilen, wird sich auch Dein Körper bemühen, gesund
und ganz zu werden. Sobald sich diese Energien – gleich den mächtigen inneren
Gasen eines Vulkanes – in Dir aufbauen, wird Dein Körper alles erdenkliche
tun, um sich dieser Gifte zu entledigen. Es ist sowohl für Dich als auch für
Deine Umgebung besser, wenn Du Deine Gefühle klärst und sie freigibst, ohne
sie auf andere abzuladen. Diese alten Emotionen haben sowieso nichts mit den
Menschen um Dich herum zu tun. Sie sind allein Deine Sache. Es ist besser für
Dich, Deine angestauten Emotionen auf diesem Weg zu befreien, als sie einem
Sündenbock aufzuladen, oder sie in Deinem Inneren zu unterdrücken, wo sie Dir
körperliche Beschwerden verursachen würden.
Nimm Dir Zeit für Dich selbst,
besonders wenn Du Dich etwas "kaputt" fühlst. Sprich zu Dir selbst (in
Gedanken oder leise). Befrage Dich, was es denn ist, das Du nicht ausdrückst,
was es denn ist, das Du nicht fühlst... gehe dann in diese Gefühle hinein.
Fühle sie. Erlebe sie. Sie zu fühlen wird Dich freimachen, Deinen Weg
weiterzugehen, unbelastet von den emotionalen Fesseln, die Dich in der
Vergangenheit gefangengehalten haben.
Du musst nicht befürchten, dass
Du von einer Flut von Emotionen überschwemmt wirst, sobald Du die Schleusen des
Dammes öffnest. Es mag zwar zuerst so erscheinen, lässt jedoch erst einmal der
Druck der zurückgestauten Gefühle nach, wird auch der Druck, unter dem Du
stehst, nachlassen und Du wirst Dich erleichtert fühlen. Du wirst nicht ewig
weinen. Der Ärger wird nicht für immer in Dir explodieren. Der Schmerz wird
nicht ewig währen. Wenn Du erst einmal den Druck gelockert hast, kannst Du den
Deckel ganz entfernen und alles würdevoll und mit Anmut herausfließen lassen.
Befreie Dich. Befreie Dein
inneres Kind, das um Deine Aufmerksamkeit und Liebe weint. Erlaube Dir,
menschlich zu sein. Erlaube Dir, zu fühlen. Sei wirklich! Du wirst vielleicht
überrascht sein... Du wirst es mögen!
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von Lesern
Übersetzt aus "Get Those
Emotions in Motion" bei
www.innerself.com.
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